In Deutschland wird erstmals Marihuana als Medikament abgegeben: Sieben Patienten haben von der Bundesopiumstelle in Bonn eine Ausnahmegenehmigung erhalten. Sie bekommen seit Mitte Februar aus den Niederlanden importierte „Medizinal-Cannabis-Blüten“ in ihrer Apotheke.
„Einigen Patienten kann man möglicherweise mit Cannabis helfen“, sagte der Leiter der Bundesopiumstelle, Winfried Kleinert. Es gebe bisher aber keine belastbaren Ergebnisse aus Studien. Kleinert: „Aber es gibt eine Vielzahl von Anwendungsbeobachtungen, die die positive Wirkung zeigen."Irren durch den Hanfgarten
Langwaden Um allen möglichen Gerüchten schon jetzt vorzubeugen: Das, was auf einem Acker vor den Klostertoren noch in zartem Grün sprießt, ist alles andere als eine Haschisch-Plantage. Drogenfahnder der Polizei können beruhigt sein, denn: „Wir haben Nutzhanf eingesät, er ist völlig unproblematisch“, erklärt Dr. Jürgen Krenz, Wirtschaftsberater der Langwadener Patres.
Noch sind sie knapp fünf Zentimeter groß - doch schon in den nächsten Wochen sollen die Hanfpflanzen zu einem Irrgarten werden. André Heister hofft auf eine neue Attraktion für das Kloster Langwaden. NGZ-Foto: Hans Jazyk

