Doktor-Hanfs Patienten Ecke 24 - Doktor Hanf auf der Parade

Der 6. August ist Hanfparaden-Tag. Wir freuen uns sehr darüber, mit euch und den anderen Anwesenden im dortigen Forum für Hanfmedizin über Erfahrungen, neuste Erkenntnisse und Möglichkeiten bezüglich der Nutz ung von Cannabis als Medizin diskutieren zu dürfen. Der Schwerpunkt von Doktor Hanf bezieht sich an diesem Tag nicht nur auf den Austausch verschiedener Erfahrungen zur medizinischen Anwendungen von Cannabis, sondern soll interessierten Patienten darüber Auskunft erteilen, welche tatsächlichen Chancen derzeit individuell für jeden Einzelnen bestehen, Cannabis legal als Medikament nutz en zu können. Hierzu habt ihr die Möglichkeit, mit einem erfahrenen Juristen im Forum für Hanfmedizin bei Doktor Hanf zu sprechen. Des Weiteren wird der Gründer des Unternehmens Doktor Hanf, Lars Scheimann selbst, aus der Sicht eines Patienten, der nunmehr seit 18 Jahren Cannabis zur Behandlung seines Tourett e Syndroms nutzt, Rede und Antwort stehen.
Doktor Hanf ist bemüht, den Patienten, die sich mit THC in Form von cannabinoidhaltigen Medikamenten versorgen dürfen und auch den Patienten, die dies in Zukunft auch gerne legal täten, unterstütz end zur Seite zu stehen. Hierzu ist es wichtig, über Kenntnis und aktuellen Stand der Möglichkeiten zu informieren.
Fragen wie:
Wann werden cannabinoidhaltige Medikamente von der Krankenkasse bezahlt? Wer und wann kann man einen Antrag zur medizinischen Verwendung von Cannabis stellen? Welche Rechte und Pfl ichten hat ein Erlaubnisinhaber nach §3 BtMG Abs.2 ? werden die meist gestellten, bei weitem jedoch nicht die einzigen Fragen sein, die es zu klären gilt. Den Patienten, die mit THC behandelt werden sowie interessierten Ärzten, die bereits mit THC behandeln, möchten wir gerne den vom interdisziplinären Arbeitskreis Brandenburger Schmerztherapeuten, vertreten durch Dr. Knud Gastmeier, entwickelten Therapiebegleiter vorstellen. Ein Therapiebegleiter (kurz TB) ist ein Erfassungsbogen der Patienten aktiv in die Dokumentation der bestehenden Therapie mit einbeziehen soll. Ursprünglich wurde dieser Erfassungsbogen für Tumor Patienten entwickelt, um eine lückenlose Beschwerdesymptomatik im Ursprung zu erkennen und anhand von Therapiemöglichkeiten den Verlauf der Verbesserung durch Erfolg oder Ausbleiben eines Behandlungserfolges zu dokumentieren. Da sich aber auch immer mehr „Nichtkrebspatienten“ für eine solche Dokumentation interessieren, möchten Doktor Hanf und Dr. Knud Gastmeier auch andere, die an einer krankheits- oder leidgerechten
Dokumentation interessiert
sind, auf diesen Therapiebegleiter aufmerksam machen. Der Therapiebegleiter kann die Wirksamkeit und Nebenwirkungen bei einem Therapiewechsel besser nachvollziehen lassen. Dies kann gerade bei der Anwendung alternativer Medizin von Nutz en sein, da sich so Daten für die Therapie zum Beispiel mit Cannabis gewinnen ließen. Ebenso liegt es uns sehr am Herzen, euch über die wertvollen weiteren Inhaltsstoff e der Hanfpfl anze vom Samen bis zur Blüte zu informieren. Unterschiedlichste Verarbeitungsformen sollen hier Aufschluss über hochwertige Hanfprodukte entschlüsseln, die gewährleisten, dass der Hanf auch in seiner verarbeiteten Form den Gehalt wichtiger Inhaltsstoff e wie Spurenelemente und essentielle Fett säuren beibehält und auch ohne den Wirkstoff THC eine enorme Bereicherung für die Gesunderhaltung des Organismus darstellt. Wir würden uns freuen, Dich im „Forum für Hanfmedizin“ zu sehen.
Wege entstehen, indem man sie geht
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Doktor Hanf auf der Parade
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Doktor-Hanfs Patienten Ecke 23 - Arzt ist nicht gleich Arzt

Liebe Leser und Leserinnen,
auch heute wollen wir euch eine Patienten Geschichte erzählen, die durch
die betroffene Person selbst an uns weitergeleitet wurde.
Vorab möchten wir an dieser Stelle erwähnen, wie sehr wir uns darüber
freuen, dass uns Patienten sowie deren Angehöriger oftmals eine
Rückmeldung sowie die Erlaubnis erteilen, diese oftmals erschütternden
Geschichten hier an dieser Stelle zu veröffentlichen. Jeder von uns
weiß, wie hilfreich der Wirkstoff THC oder die gesamten einzelnen
Wirkstoffe der kompletten Cannabisblüten in vielen Fällen sein kann.
Unzählige Studien haben dies bewiesen. Immer wieder sind einzelne Fälle
in den Medien vorgestellt worden und dennoch ist es immer noch unsagbar
schwer für einige Patientengruppen, eine Therapie mit
Medizinal-Cannabisblüten zu beantragen oder eine dauerhafte Therapie mit
Dronabinol aufrecht zu erhalten. Schuld daran sind immer noch einige
Ärzte, die von vorne herein eine Therapie für ihren Patienten mit
Cannabis oder dem Wirkstoff THC ablehnen, ihn deshalb nicht weiter
verordnen, weil sie sich weigern sich mit dieser Thematik auseinander zu
setzen oder schlichtweg keine Erfahrung haben, es andererseits jedoch
nicht für nötig halten, sich die nötigen Informationen einzuholen. Ein
weiterer nicht unbedeutender Punkt ist die Finanzierung. Welcher schwer
kranke Patient, der durch seine Erkrankung vielleicht einen Beruf nicht
mehr ausüben kann, eine minimale Rente erhält oder von Hartz 4 lebt,
soll es schaffen, eine Dronabinol Therapie dauerhaft selbst zu
finanzieren? Wir suchen oftmals Lösungen und setzen uns intensiv mit
solchen Fragen auseinander, weil wir sehr oft mit Menschen, die dieses
Schicksal teilen, konfrontiert sind. Umso mehr freuen wir uns, wenn wir
später nochmal von ihnen hören und euch über Erfolg oder auch Misserfolg
berichten können. Was nützen Zahlen einer Studie, wenn die wahren
Geschichten, die dahinter stecken, nie bekannt werden?!
Ursula L. 48 Jahre alt.
Diagnose kleinzelliges metastasiertes Broncialcarcinom, Knochenmetastasen, Hirnmetastasen.
Als Ursula vor rund neun Monaten zum aller ersten Mal in die Klinik kam,
wurde der Verdacht bestätigt. Man stellte ein Bronchialcarcinom fest,
welches sofort mit einer Chemotherapie behandelt wurde. Mehrere Wochen
hintereinander wurde sie wöchentlich in der Klinik vorstellig, um die
Therapie zu wiederholen. Nach anfänglich guter Verträglichkeit der
Therapie folgte bereits nach dem zweiten Zyklus eine anhaltende
Übelkeit. Die Haare fielen aus und sie litt unter einem starken Kribbeln
an Händen und Füßen. Zu Beginn der Therapie wurde sie mit den
herkömmlichen Medikamenten, die man gegen Übelkeit während einer
Chemotherapie einsetzt, behandelt. Doch bereits nach kurzer Zeit haben
diese nicht mehr gewirkt. Ursula verlor stark an Gewicht und war
zusehends erschöpft. Das Essen blieb einfach nicht mehr drin . Zu diesem
Zeitpunkt begann die Patientin mit der Dronabinol Therapie, welche
umgehend durch den Klinikarzt verordnet wurde. Zu Anfang mit einer
Dosierung von 3 mal 8 Tropfen täglich. In der behandelnden Klinik wurden
weitere Untersuchungen durchgeführt, deren Ergebnis verheerend war. Der
Tumor in der Lunge war zwar minimal zurückgegangen, doch es haben sich
Knochenmetastasen an der Wirbelsäule und Hirnmetastasen gebildet.
Ursula musste nun sofort bestrahlt werden, um ein weiteres Wachsen der
Metastasen einzudämmen und hatte zudem für zwei Wochen absolute Bettruhe
verordnet bekommen, da die Metastasen an der Wirbelsäule eine
Spontanfraktur verursachen könnten. Diese Bestrahlungen wurden zweimal
täglich durchgeführt. Unter der Dronabinol Therapie hörte die Übelkeit
nun bereits nach zwei bis drei Tagen auf und auch das Essen wurde wieder
möglich. Nach diesem zweiwöchigen Krankenhausaufenthalt beschloss man,
Ursula zu entlassen, aber dennoch weiter zu bestrahlen. Der
weiterbehandelnde Hausarzt weigerte sich, Dronabinol weiter zu
verordnen:
Medikamente, die den Appetit anregen, würden nicht von der Krankenkasse übernommen.
Es stünden andere Medikamente zu Verfügung und es sei nicht nötig, ihr jetzt ein zusätzliches Betäubungsmittel zu verordnen.
Bereits sieben Tage später wurde Ursula als Notfall von ihrer Tochter
zurück in die Klinik gebracht. Der Allgemeinzustand auf das Minimalste
reduziert, sie hatte weiterhin an Gewicht verloren. Trotz weiterer
Bitten an den Hausarzt hat dieser ihr kein Dronabinol verordnet, obwohl
im letzten Entlassungsbrief der Klinik eindeutig auf die Verbesserung
ihrer Symptomatik hingewiesen wurde. In der Klinik sofortige Einleitung
einer parenteralen Ernährung sowie Dronabinol bis zum heutigen Tage drei
mal täglich 15 Tropfen. Jetziger Stand: Ursula ist zur Zeit in einem
stabilen Zustand. Sie ist sich bewusst, dass sie sehr wahrscheinlich an
ihrer Tumorerkrankung versterben wird. Eine weitere Chemotherapie lehnt
sie kategorisch ab. Die Strahlentherapie wurde eingestellt. Sie darf
aufstehen und ist nun wieder zu Hause. Nachdem sie ihren Hausarzt
wechselte, verordnete der Neue ihr sofort weiterhin Dronabinol. Bis zum
heutigen Zeitpunkt kann Sie essen und klagt nicht mehr über Übelkeit.
Sie nimmt an Gewicht zu und fühlt sich den Umständen entsprechend gut.
Bis jetzt zahlt ihre Krankenkasse das Dronabinol im vollen Umfang. Sie
selbst ist der Meinung, dass Sie diesen schweren Weg bis hierhin ohne
THC niemals überlebt hätte und es liegt ihr sehr daran, anderen Menschen
Mut zu machen um dasselbe zu erreichen.
Wege entstehen, indem man sie geht.
Euer Doktor Hanf
Quelle: Hanf Journal
