Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 31. März 2010 um 16:54 Uhr Geschrieben von: Administrator Samstag, den 20. März 2010 um 14:36 Uhr
Wissenschaft: Cannabidiol verstärkt die krebshemmenden Wirkungen von THC auf menschliche Gehirnkrebszellen
Nach Forschung am kalifornischen Pazifik-Medizinzentrum-Forschungsinstitut in San Francisco verstärkt Cannabidiol (CBD) die hemmenden Wirkungen von Dronabinol (THC) auf die Vermehrung und das Überleben von Gehirnkrebszellen. Die beiden natürlichen Cannabinoide wurden an zwei Glioblastom-Zelllinien getestet. THC und CBD wirkten synergistisch bei der Hemmung der Zellvermehrung. Die Behandlung von Glioblastomzellen mit beiden Substanzen führte zu einer signifikanten Veränderung des Zellzyklus, zur Entstehung reaktiver Sauerstoffspezies (freie Radikale) und Apoptosen (programmierter Zelltod).
Es gab spezifische Veränderungen, die nicht beobachtet wurden, wenn nur eines der beiden Substanzen verwendet wurde, was ein Hinweis darauf ist, dass die Signalwege, die durch die Kombinationsbehandlung beeinflusst werden, einzigartig sind. Die Forscher schlossen, dass diese "Ergebnisse nahe legen, dass ein Zusatz von Cannabidiol zu Delta-9-THC die Gesamtwirksamkeit von Delta-9-THC bei der Behandlung des Glioblastoms bei Krebspatienten verbessern könnte".
Quelle: Marcu JP, Christian RT, Lau D, Zielinski AJ, Horowitz MP, Lee J, Pakdel A, Allison J, Limbad C, Moore DH, Yount GL, Desprez PY, McAllister SD.Cannabidiol enhances the inhibitory effects of Delta9-tetrahydrocannabinol on human glioblastoma cell proliferation and survival. Mol Cancer Ther 2010;9(1):180-9.)
Geschrieben von: Administrator Mittwoch, den 31. März 2010 um 17:34 Uhr
Die Aktivierung von Cannabinoid-2-Rezeptoren reduziert die durch das Chemotherapeutikum Cisplatin verursachten Nierenschäden
Am US-amerikanischen Institut für Gesundheit in Bethesda wurde in tierexperimentellen Untersuchungen ein möglicher protektiver Effekt eines CB2-Rezeptor-Agonisten (HU-308) auf die Nephrotoxizität von Cisplatin untersucht. Cisplatin ist eine wichtige chemotherapeutische Substanz, deren Nierentoxizität seine klinische Verwendung limitiert. Im Tierexperiment mit Mäusen führte Cisplatin innerhalb von drei Tagen nach der Gabe zu einer ausgeprägten Entzündung, einer vermehrten Bildung freier Radikale und einer Zunahme des apoptotischen Zelltods in den Nieren, assoziiert mit deutlichen histopathologischen Veränderungen und einer beeinträchtigten Nierenfunktion. Das Cannabinoid schwächte diese entzündliche Reaktion, den oxidativen Stress und den Zelltod ab und verbesserte die Nierenfunktion.
Kommentar:
Eine verstärkte entzündliche Reaktion und oxidativer Stress scheinen eine Schüsselrolle bei der Entwicklung einer Cisplatin-induzierten Nephropathie zu spielen. Die Aktivierung des Cannabinoid-2-Rezeptors verursacht in verschiedenen Krankheitsmodellen entzündungshemmende und gewebeschützende Wirkungen. Die Verwendung von Dronabinol gegen Übelkeit und Erbrechen im Rahmen einer Krebschemotherapie könnte daher durch sein entzündungshemmendes Potenzial zu einem Schutz der Nieren vor Cisplatin-induzierten Schäden beitragen.
Quelle: Mukhopadhyay P, Rajesh M, Bátkai S, Patel V, Kashiwaya Y, Liaudet L, Evgenov OV, Mackie K, Haskó G, Pacher P.CB1 cannabinoid receptors promote oxidative stress and cell death in murine models of doxorubicin-induced cardiomyopathy and in human cardiomyocytes. Cardiovasc Res, 26. November 2009 [elektronische Veröffentlichung vor dem Druck]



