Montag, Mai 20, 2013
   
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Palliativmedizin

2009 / Cannabinoide mit Mehrfachnutzen in der Palliativmedizin

Cannabinoide mit Mehrfachnutzen in der Palliativmedizin

Ein wichtiges Thema wird in diesem Zusammenhang schließlich auch der Einsatz von Cannabinoiden in der Palliativmedizin sein. "Inzwischen gibt es immer mehr Daten die belegen, dass Cannabinoide als Coanalgetikum zweckmäßig sind, wenn andere Coanalgetika keine ausreichende Wirkung zeigten oder aufgrund ihres Nebenwirkungsprofils abgesetzt werden mussten", so Prof. Kress. "In der Palliativbetreuung sind Cannabinoide aber auch deshalb interessant, weil sie ein breites, über die Analgesie hinausgehendes Wirkprofil aufweisen." Im kommenden Jahr ist ein Fertigarzneimittel mit dem pflanzlichen THC Dronabinol zu erwarten, das werde den Einsatz gegenüber der derzeit erforderlichen Einzelanforderung in der Apotheke nochmals deutlich erleichtern.

Eine auf dem Kongress präsentierte Studie aus Klagenfurt untersuchte die Wirksamkeit von 2,5prozentigen Tropfen des Cannabinoids Dronabinol bei Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Startdosis war zweimal täglich 2,5 Milligramm, bei unzureichender Symptomlinderung gesteigert auf fünf oder zehn Milligramm. Fazit der Untersuchung: Bei Übelkeit konnte eine leichte tendenzielle Verbesserung erzielt werden, bezüglich der Inzidenz Erbrechen eine signifikante Reduktion. Die Inzidenz von Appetitlosigkeit konnte ebenfalls deutlich reduziert werden. Nebenwirkungen wurden bei dieser Dosierung nicht beobachtet.

Quelle: EAPC Medienkontakt